Gerid Rux- Top Fitnessbloggerin im Interview

Fitnessbloggen, eine Sparte auf Instagram die in den letzten Jahren förmlich explodiert. Perfekt geformte Körper, gesunde Ernährung und Sportmotivation stehen bei den Fitnessinfluencern im Vordergrund. Ganze Trainingspläne werden verkauft, Fooddiaries gefilmt und die Follower lieben es und lassen sich auf das, was man ihnen erzählt gerne ein. Ob man hier noch auffallen kann? Wir von INfleur haben für euch eine der wohl bekanntesten Fitnessbloggerinnen Österreichs einige Fragen zu diesem Thema gestellt, die sich wohl jeder schon einmal gefragt hat.

INfleur: Als du mit Instagram begonnen hast, war es dein Ziel einmal so bekannt zu werden?                                                                                                                                    Absolut nicht! Ich habe einfach „just for fun“ damit begonnen, ganz ohne jegliche Intention dahinter. Um ehrlich zu sein, habe ich erst ab etwa 10.000 Followern und den ersten Kooperationen begonnen, an meinem Account und meiner Reichweite zu arbeiten!

INfleur: Du bist ja nominiert für den Madonna Blogger Award, was bedeutet das für dich und wenn du gewinnst – was wir dir natürlich wünschen- was bedeutet das für deine Zukunft?
Darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut – es ist schon eine große Ehre für mich, überhaupt nominiert zu sein! Falls ich tatsächlich gewinnen sollte, würde ich aber darauf achten, meinem Stil treu zu bleiben und eben nicht allzu viel verändern – schließlich wurde mein Blog, so wie er ist, nominiert und im Idealfall natürlich ausgezeichnet!

INfleur: Als Bloggerin und Fitness Influencerin haben die Follower oft große Erwartungen an dich. Wie gehst du mit dem Druck um oder machst du dir selbst keinen Druck? Wie gehst du mit Hate um?                                                                               Es gab Zeiten, in denen der Druck tatsächlich sehr groß war und ich auch Schwierigkeiten hatte, damit umzugehen. Das perfekte Foto, ein regelmäßiger, altersgemäßer, interessanter Content, als Vorbildfunktion agieren, etc. – das alles sind Dinge, die ich erst lernen musste. Mittlerweile fällt es mir aber ganz leicht und auch negative Kommentare (die zum Glück sehr selten sind) treffen mich ganz und gar nicht mehr.

INfleur: Was würdest du sagen unterscheidet dich von anderen Fitnessbloggern? Was macht dich einzigartig?                                                                                                               Ich würde sagen, bei mir ist es die Mischung, die bei vielen gut ankommt: Die nette Studentin von nebenan, die gesunden Rezepte, die Motivationsbilder- und Texte. Auf der anderen Seite fordere ich meine Follower aber auch zur Selbstliebe bzw. Akzeptanz auf und erinnere daran, dass man sich ab und zu auch etwas gönnen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben! Ich kann auch über Schwächen und schlechte Tage schreiben und nehme so die Illusion von dem „perfekten“ Leben eines Fitnessbloggers.

INfleur: Als Blogger hat man ja oft viele Angebote bezüglich Kooperationen. Wonach wählst du aus, wofür du werben möchtest und wann lehnst du auf jeden Fall ab?           Da ich in den Hauptbereichen bereits fixe Kooperationspartner habe mit denen ich sehr glücklich bin, nehme ich so gut wie gar keine anderen Kooperationsanfragen an. Wenn aber doch, achte ich schon auf kleine Details: Wie schreibt mich die Firma an (persönliche Mail oder Kettenmail), wie ist die Homepage aufgebaut, wie fair bezahlt die Firma, etc.
Die Produkte müssen mich in erster Linie natürlich ansprechen, müssen aber auch zu meinem Profil und meinem Content passen!

INfleur: Als Fan würde wohl jeder deinen Körper als makellos bezeichnen. Gibt es etwas an dir womit du nicht zufrieden bist?                                                                                        Momentan fühle ich mich um ehrlich zu sein sehr wohl 🙂 Natürlich gibt es immer ein paar Dinge, die man gerne verbessern würde, aber unzufrieden bin ich nicht. Zumindest was meinen Körper betrifft, denn meine relativ dünnen Haare sind z.B etwas, das ich nicht so gerne an mir mag.

INfleur: Hattest du schon einmal einen persönlichen Tiefpunkt an dem du alles aufgeben wolltest?                                                                                                                          An aufgeben habe ich bisher noch nicht gedacht, aber es gab dennoch Phasen, an denen ich mir einen völlig stinknormalen, kleinen Account zurückgewünscht habe, ohne Druck, ohne Verpflichtungen, ohne Reichweite und alles, was dazugehört. Zum Beispiel letzten Sommer, als ich es mit einem wirklich belastenden Stalker-Fall zu tun hatte.

INfleur: Wie bearbeitest du deine Bilder? Veränderst du viel oder achtest du eher auf Natürlichkeit?                                                                                                                                Ich achte sehr auf Natürlichkeit! Ich bearbeite manchmal den Hintergrund etwas weißer (mit der App Pics Art) und ansonsten benutze ich die Instagram Funktionen (Sättigung, Kontrast, Schärfe, etc.) Auch die App Afterlight kann ich sehr empfehlen!

INfleur: Du postest ja auch relativ freizügige Bilder- klar! Dein Körper ist dein Kapital als Fitnessblogger. Wie geht deine Familie/ dein Freund damit um?                                Fast alle in meiner Familie kennen mein Instagram Profil und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass sie nicht zu Beginn auch ihre Bedenken geäußert hätten. Trotzdem wissen sie, dass ich damit Erfolg habe und sind sehr stolz auf mich! Ich bin ja nun 21 Jahre alt, irgendwann ist man auch selbst für sein Handeln verantwortlich und so denken auch meine Eltern.
Mein Freund kannte mein Instagram Profil bereits vor unserem ersten Date 😀 Er ist ein sehr offener, selbstbewusster Mensch, der super damit klarkommt und mich auch total unterstützt!

INfleur: Welche Tipps kannst du unseren Lesern geben die gerne mehr Trainieren würden aber denen oft die Motivation fehlt?                                                                          Ich sage immer, die größte Motivation sollte sein, sich endlich wohl in seinem Körper zu fühlen! Sich nicht mehr verstecken zu müssen, kein schlechtes Gewissen nach dem Essen mehr zu haben, sich auf den Sommer zu freuen! Sich wohlzufühlen verleiht uns ein komplett neues Lebensgefühl, macht uns stärker, selbstbewusster und glücklicher! Dafür kann man sich schon mal 3-Mal die Woche für eine Stunde motivieren 😀 Es lohnt sich!

Vielen Dank an Gerid Rux für dieses interessante Interview. INfleur wird euch auch weiterhin über die hübsche Fitnessbloggerin am Laufenden halten.

Nina Gundacker

Nina ist 19 Jahre alt und berichtet für Infleur seit März 2017 aus Österreich. Sie ist Studentin in Wien und liebt es zu reisen. Zu finden ist sie auch auf Instagram @gundackernina.

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